Kolumne

Meine Konzert- und Festivalhighlights 2018

Das Jahr 2018 befindet sich auf der Zielgeraden, die gleichzeitig auch für die Zeit der großen Jahresrückblicke steht. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, mein persönliches Musikjahr noch einmal Revue passieren zu lassen, indem ich euch hier meine diesjährigen Konzert- und Festival-Highlights vorstelle. 

Kendrick Lamar – „The DAMN. Tour“ in Köln 22.02.2018

Nach einer angenehmen Anreise mit der Deutschen Bahn haben mein Freund Luca und ich uns abends, jeweils mit zwei Bier bewaffnet, auf den Weg zur Lanxess-Arena gemacht. Auch wenn wir lange nicht die ersten waren, mussten wir kaum in der Schlange stehen und sind an einem der Eingänge direkt in die Konzerthalle gekommen. Wer schonmal ein Event in der Lanxess-Arena besucht hat, kann sich vorstellen, dass es nicht einfach ist auf Anhieb seinen Block samt Sitzplatz zu finden. Ja, Sitzplatz, denn für einen Stehplatz waren wir beim Ticketkauf leider zu langsam. Letztendlich war das aber zu verschmerzen, da sich während der Show sowieso niemand auf seinem Sitz halten konnte.

James Blake hatte das Publikum als Supportact zu Beginn bereits gut eingeheizt, ehe Kendrick Lamar die Arena in einen Hexenkessel verwandelte. Neben Liedern seines aktuellen Werkes „DAMN.“ spielte er so gut wie alle älteren Hits aus seinen früheren Alben. Die sich im Verlauf des Konzertes verändernde Bühnenshow passte sich dem hohen Niveau der Künstler an. Thematisch orientierte sie sich an Lamars Spitznamen „Kung Fu Kenny“, weshalb sowohl das Outfit des Künstlers, als auch die der Kung Fu-Akrobaten im Hintergrund im „Martial Arts“ Look gehalten waren. Zum Ende des Auftritts durften wir sogar noch hinunter in den Stehplatzbereich und konnten somit beide Perspektiven erleben.

Money Boy und Hustensaft Jüngling in Köln 23.03.2018

Diesmal war ich mit meinem Kumpel Marek in Köln und statt in einer 18.000 Personen fassenden Arena, ging der Auftritt im kleinen Club Bahnhof Ehrenfeld über die Bühne. Ich fand die kleine Anlage samt Club-Atmosphäre deutlich angenehmer und persönlicher als die große Arena, was vielleicht auch damit zusammenhängt, dass wir stehen konnten – und das in der ersten Reihe. Somit waren die Vorzeichen schon einmal ganz gut. Auch das Konzert an sich hielt, was es versprach: Eine Riesenparty mit den ganz großen Hits vom „Boy“, die Hustensaft Jüngling eindeutig in den Schatten stellte.

Ein weiteres Highlight bot sich uns nach dem Auftritt, als wir beide Künstler Backstage treffen und mit ihnen ein paar Worte wechseln durften. Erinnerungsfotos gab es auch!

splash! Festival 21 in Gräfenhainichen 05. – 08.07.2018

Die Festivalsaison begann für mich mit dem splash! 21 und einer sehr holprigen Anreise bei 30 Grad ohne Klimaanlage und einigen Staus, was dafür sorgte, dass wir erst mitten in der Nacht am Festival-Gelände einchecken konnten. Zum Glück waren Felix und ich die einzigen aus unserer Gruppe, die so lange brauchten und so war unser Camp schon aufgebaut.

Am nächsten Tag sind wir dann direkt zur Festival-Halbinsel aufgebrochen. Der Weg dorthin war von unserem Camp aus leider etwas lang, was bedeutet hat, dass wir alles, was wir für den Abend brauchten, auch mitnehmen mussten. Das hieß für uns also, dass wir nachts nicht mal eben unsere Pullover aus dem Camp holen konnten. Dazu kam, dass wir in den Stoßzeiten immer recht lange bei der Einlasskontrolle warten mussten. 

Trotz allem hatte ich eine tolle Zeit auf dem splash! 21, was an dem Bombenwetter, den tollen Leuten und den Acts lag. Eigentlich spielten durchgehend gute Künstler, sodass man teilweise schwere Entscheidungen treffen musste, wenn es darum ging, welchen Auftritt man als nächstes besuchen wollte.

Deichbrand Festival 2018 in Cuxhaven/Nordholz 19. – 22.07.2018

Die Anreise zu meinem bis dato dritten Deichbrand Festival verlief zum Glück nicht so schleppend. Außerdem stand unser Camp perfekt: In fünf Minuten waren wir beim Aldi und auch der Weg aufs Festivalgelände war nicht weit. Einen Aldi auf dem Camp zu haben ist echt ein Segen, zumal man zu fairen Preisen alles finden konnte, was man braucht. Ich würde sogar behaupten, dass man ohne Gepäck hätte anreisen können. Alles zum „Überleben“, von der Luftmatratze bis zum Sangria-Eimer, wäre dort zu finden gewesen.

Wie auch beim splash! Festival hätte das Wetter nicht besser sein können. Was aber bei Hitze und Trockenheit schnell in Vergessenheit gerät ist der Staub, der einem bei den geringsten Windstärken bereits um die Ohren weht. Sandstürme verbunden mit verschwitzten Menschen, sorgen dann schon einmal dafür, dass eine frische Dusche nur so lange sauber hält, bis man von den Sanitäranlagen zurück im Camp ist. Ein Festival ist aber ja nun mal kein Festival, wenn man nicht dreckig wird.

Obwohl viele der Künstler auf dem Deichbrand nicht meinem Musikgeschmack entsprechen, waren doch einige Auftritte aus dem Rap- und Rockbereich dabei, die ich sehr gefeiert habe. Dafür hatte ich keinen Druck, von Bühne zu Bühne zu hetzen und konnte die Zeit im Campverbund umso mehr genießen.

Post Malone in Köln Am Tanzbrunnen 12.08.2018

Für mich war es das zweite Konzert von Post Malone, das ich zusammen mit meiner Freundin besucht habe, und sie hätten verschiedener wirklich nicht sein können. Als wir im Februar 2017 bei seinem Auftritt in Berlin waren, fand dieser noch im relativ kleinen Columbia Theater mit einer Kapazität von 800 Menschen statt. Die Atmosphäre war dem Konzert von Money Boy und Hustensaft Jüngling im März sehr ähnlich.

Anderthalb Jahre und mit „rockstar“ (feat. 21 Savage) ein weltweiter Nr. 1 Hit später, sah die Situation dann schon etwas anders aus: Der Tanzbrunnen in Köln bietet Platz für bis zu 12500 Menschen und der wurde wohl auch gebraucht: Die Tickets waren bereits im Vorfeld ausverkauft.

Als Opener für Post Malone spielte Tyla Yaweh, ein aufstrebender amerikanischer Künstler, den man 2019 auf jeden Fall im Auge behalten sollte. Tracks wie „Gemini“ und „She Bad“ zeigen das Potenzial des 22-jährigen, der bereits mit Swae Lee von Rae Sremmurd verglichen wird.

Post Malone selbst hat, nachdem er uns Zuschauer leider recht lange waren ließ, eine gute Performance abgeliefert. Die meisten wichtigen Lieder waren dabei, wobei man jedoch gemerkt hat, dass der Auftritt einem Mainstream-Publikum angepasst wurde. Das fand ich persönlich schade, ist ihm und seinem Team aber auch nicht zu verübeln, da er mittlerweile eben auch als Künstler im Mainstream angekommen ist.

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Hauke
Hauke
Ich heiße Hauke, bin 19 Jahre alt und informiere euch regelmäßig über die aktuellsten Entwicklungen und Geschehnisse in der amerikanischen Rap-Szene.

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