Electronic

Looskanal: We Are Lovers ein Plagiat?!

Lea Pietsch alias Lea Lou wird nun das zweite Mal bezichtigt, einen Song kopiert zu haben. Schon bei „Reflexion“ standen Vorwürfe des Plagiates im Raum, aber auch bei „We Are Lovers“ könnte man sich etwas mehr inspiriert haben als erlaubt – und zwar bei Robin Schulz.

Lea, ein nunmehr 18 Jähriges Mädchen das regelmäßig in der Kritik steht. Bekannt geworden ist sie durch sogenannte „TikTok“ Videos, Instagram und YouTube. Nun hat auch sie – wie jeder Influencer – sich an ihrer eigenen Musik versucht. Und ist kläglich gescheitert.
Allgemein ist sie sehr umstritten, nicht zuletzt, weil ihr auftreten in den sozialen Netzwerken sehr freizügig ist.

Schon „Reflexion“ war geklaut

Bereits ihr erster Song, welcher unter dem Namen Reflexion erschienen ist, wies deutliche Merkmale eines Plagiates auf. Wir haben uns einmal die Mühe gemacht, die Songs Robin Schulz ft. Jasmine Thompson – Sun Goes Down (Extended Mix) und Lea Loo – Reflexion auf 125 Beats per Minute zu vergleichen. Lediglich die Tonlagen blieben, wie sie vorher auch waren. Außerdem haben wir MIA – Tanz der Moleküle mit Leas Song verglichen. Das Ergebnis hört ihr hier.



Parallelen sind eindeutig hörbar, vor allem aber bei Tanz der Moleküle merkt man deutlich die Ähnlichkeit. Ob sich der Song von Lea nun an „Sun Goes Down“ inspiriert hat, oder nicht, ist fraglich. Die Akkorde und der Beat sind sehr typisch für die eher an Tropical House angelehnte Single und keine Weltneuheit. Außerdem ist der Beat das einzige, was wirklich ähnlich klingt – melodisch passen beide Songs nicht zusammen.

We Are Lovers, Lovers, We Are All Lovers – was denn nun?

Lea hat den Song auf allen möglichen Plattformen beworben, was keinesfalls verwerflich ist. Ungewöhlich jedoch war, dass das Video „We are all lovers“, ihre Instagram-Werbung von „We Are Lovers“ und in ihrer Instagram-Story „Lovers“ stand. Und auch dieser Song hat extreme Parallelen zu anderen Songs. Ganz oft wird hier „Wave Goodbye“ von Robin Schulz genannt, eine Vermutung, die nicht falsch ist. Fraglich ist, wieso man sich immer wieder an anderen Songs orientiert.

Bildquelle: Fabian
Auf Instagram bewirbt Lea ihren Song als „Lovers“ | Quelle: Yousic

Wir haben uns deshalb einmal den Produzenten, welcher an beiden Titeln beteiligt war, genauer angesehen. Es fällt auf, dass er viele Produktionen auf Basis anderer Titel veröffentlicht – eine Strategie, die viele Künstler anfangs anwenden. Auch Robin Schulz wurde mit einem Bootleg weltweit bekannt. Wichtig ist jedoch, dass man nach und nach seinen eigenen Stil findet und sich nicht permanent an anderen orientiert und dieser Übergang könnte „5&Dime“ misslungen sein, was nach betracht seines Soundcloud Profils gar nicht abwegig scheint.

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Der von Lea geleistete Eigenanteil ist natürlich marginal: Sie hat ein paar Worte in das Mikrofon gesprochen, diese wurden bearbeitet und über das Instrumental gelegt, fertig ist Reflexion. Für die Zielgruppe von Lea Lou mag dies ausreichend sein – um ernsthaft Musik zu produzieren jedoch nicht. Aber vermutlich wird es Lea auch gar nicht um eine Musikkarriere gehen, vielmehr darum, etwas zu schaffen, was Aufmerksamkeit erzeugt und vielleicht noch ein bisschen Geld in die Kassen spült. Traurig.

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Fabian
Fabian
Fabian ist 20 Jahre alt, wohnt in Ostfriesland, zieht bald nach Berlin - kurz: Er hat viel vor im Leben. Neben seiner Tätigkeit als DJ ist er bei Yousic als Projektentwickler zuständig. In seiner Freizeit macht er sein Abitur - ein Hobby, was ihn gut auslastet.
http://www.yousic.news

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