HipHop

6ix9ine: „Dummy Boy“ nach Leak nun auch bei Spotify & Co

Das ursprünglich für den 23.11. geplante Debüt-Album „Dummy Boy“ , wurde wohl aufgrund der Inhaftierung des Rappers auf unbestimmte Zeit verschoben. Am Wochenende landete es dann doch im Netz. Daraufhin beschloss 6ix9ine nun das Album offiziell zu veröffentlichen. Des Weiteren wurde der Termin für seine Gerichtsverhandlung festgelegt.

Unmittelbar nach seiner Verhaftung in der letzten Woche, wurde auf 6ix9ines Instagram-Profil bekannt gegeben, dass das Album, nicht wie ursprünglich geplant, am Freitag erscheinen kann. Der Grund für die Verschiebung wurde zwar nicht explizit genannt, sie ist jedoch mit ziemlicher Sicherheit auf die unklare Situation um den Rapper zurückzuführen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag tauchte dann plötzlich ein Link auf 6ix9ines Website auf, der mit einem Dropbox-Ordner, welcher das Album enthielt, verknüpft war. Der Link wurde zwar direkt wieder gelöscht, „Dummy Boy“ war zu dem Zeitpunkt jedoch schon zahlreich heruntergeladen worden. In der Folge gaben auch externe Anbieter das Album zum Download frei. Ob es sich bei dem Leak um ein Versehen seitens seines Managements handelte, oder ob 6ix9ine aus irgendeinem Grund selbst dafür verantwortlich war, ist zum jetzigen Zeitpunkt unklar.

6ix9ine nach Leak zum Handeln gezwungen

Da „Dummy Boy“ aufgrund des Leaks ohnehin schon online abrufbar war, sah der „Gummo“-Rapper wohl keinen Grund mehr, das Album weiter aufzuschieben. Am Dienstag gab es „Dummy Boy“ bereits auf allen bekannten Streaming-Plattformen zu hören. Es bleibt abzuwarten, wie sich der verspätete Release auf die Chartplatzierung auswirken wird: Im Normalfall werden Alben und Singles freitags um 00:01 Uhr veröffentlicht. Dann können sie möglichst lange gekauft und gestreamt werden, bevor die Charts am darauffolgenden Donnerstag aktualisiert werden.

6ix9ine bzw. sein Management kündigt die Verschiebung des Albums an.

Außerdem ist die Platzierung nach der ersten Woche für den Künstler von besonders großer Bedeutung, da durch die erhöhte Relevanz in den Medien viele Einheiten verkauft werden können. Da „Dummy Boy“ nun aber erst am Dienstag kommerziell erschienen ist, ist davon auszugehen, dass die „First Week Sales“ nicht das eigentliche Potenzial des Albums widerspiegeln werden.

Verhandlungsbeginn steht fest

Auch abseits des Musikgeschäfts sorgt der polarisierende Rapper nach seiner Festnahme weiter für Aufsehen: Vor Gericht hat er in allen Anklagepunkten (u.a. illegaler Waffenbesitz und organisierte Kriminalität) auf unschuldig plädiert. Daraufhin wurde der Verhandlungsbeginn für den 04. September 2019 angesetzt. In der Zwischenzeit wird 6ix9ine wohl weiterhin in Untersuchungshaft bleiben müssen, da ein erneuter Kautionsantrag bereits abgelehnt wurde.

Im Falle einer Verurteilung droht ihm eine lebenslange Haftstrafe. Als wäre das nicht schon genug, kamen in den letzten Tagen weitere krumme Machenschaften ans Licht. So soll der 22-jährige sein Security-Team, welches ihn kürzlich in Los Angeles begleitet hat, noch nicht bezahlt haben. Berichten zufolge steht ein Betrag von 100.000$ im Raum. Außerdem gab es wohl einen Deal zwischen 6ix9ine und dem aufstrebenden amerikanischen Fashionimperium „Fashion Nova“. Angeblich hat ihm das Modehaus einen sechsstelligen Betrag für eine Erwähnung in seinem neuen Album gezahlt. Auch in diesem Fall hat er sich nicht an die Abmachung gehalten.

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Hauke
Hauke
Ich heiße Hauke, bin 19 Jahre alt und informiere euch regelmäßig über die aktuellsten Entwicklungen und Geschehnisse in der amerikanischen Rap-Szene.

3 Kommentare bei “6ix9ine: „Dummy Boy“ nach Leak nun auch bei Spotify & Co”

  1. Alles sehr interessant geschrieben.
    Du schreibst sehr fesselnd, das ist gut! 🙂
    Gerne immer weiter so!

    Zu dem Album „Dummy Boy“: Das ist ja jetzt echt blöd gelaufen. Habe noch nie irgendwo gehört, dass das mal passiert ist 😀
    Jetzt habe ich es schon einmal gehört ind frage mich nur: „Wie konnte das passieren?“
    Wenn es ein Ausrutscher war, dann passieren solche Missgeschicke einmal, aber sie sollten sich nicht oft wiederholen.

    Zu seiner Verhandlung: Ich finde es immer noch echt erstaunlich mit „lebenslang“.
    Ich habe keinen großen Mitleid um ihn, da er in einer gewissen Weise selber dafür verantwortlich ist und es seine Schuld war. Auch zu hören, dass er vermutlich das Security-Team noch nicht bezahlt hat oder diese Abmachung vermutlich nicht eingehalten habe. Er hätte es nur machen müssen, dann würde er keine Schulden haben ¯\_(ツ)_/¯
    Schlussendlich kann man sowieso nichts mehr ändern. Man muss es im Endeffekt dann einfach akzeptieren.

    Sehr guter Artikel!
    Sehr informationsreich, auch sehr detailliert. Im Großen und Ganzen auch sehr interessant alles zu erfahren!
    Weiter so!

    LG
    Sarah

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